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Straßenbahn Krefeld
LPA246428An der Elfrather Mühle 835
Allgemeine Informationen
Land Deutschland
Stadt Krefeld
Eröffnung 3. Mai 1883
Elektrifizierung 1902
Einstellung
Technische Informationen
Spurweite 1000 mm
Streckenlänge {{{Streckenlänge}}}
Anzahl Linien 4
Anzahl Haltestellen 85 (ohne Stadtbahnhaltestellen)
Anzahl Fahrzeuge
Verkehrsbetrieb Stadtwerke Krefeld
Website www.swk.de



Die Straßenbahn Krefeld ist ein Straßenbahnbetrieb, der heute nur in der Stadt Krefeld betrieben wird, zuvor aber auch im ehemaligen Kreis Krefeld-Kempen und Kreis Viersen.

GeschichteBearbeiten

Von der Pferdebahn zur elektrischen StraßenbahnBearbeiten

Die Geschichte der Krefelder Straßenbahn beginnt im Jahr 1875, als Überlegungen angestellt wurden, eine Pferdebahn für Crefeld und die Vororte einzurichten. Die Stadt Crefeld selber wollte den Betrieb jedoch nicht übernehmen. Im weiteren Verlauf der Planungen wurde dann entschieden, dass die Pferdebahn nur in der Innenstadt betrieben werden sollte. Die Vororte und die angrenzen Gemeinden sollten mit einer Dampfstraßenbahn angebunden werden. Am 8. März 1883 wurde dann eine Konzession an die „Eisenbahn-Bau und Betriebsgesellschaft Reymer und Masch“ erteilt welche für die nächsten 40 Jahre gültig war. Vertraglich wurden Dampfstraßenbahnstrecken nach Hüls, Uerdingen und Fischeln (Güter- sowie Personenverkehr) sowie eine Pferdebahnlinie, welche die Endstellen der Dampfstraßenbahnen verbinden sollte, vereinbart. Am 1. April 1883 begannen die Bauarbeiten für die Uerdinger Dampfbahn- und die innerstädtische Pferdebahnstrecke, welche bereits schon zum 3. Mai 1883 eröffnet werden konnte. Die Pferdebahn wurde anschließend am 10. Mai eröffnet. Am 1. Januar 1884 wurde der Betrieb durch die neugegründete Crefeld-Uerdinger-Localbahn AG übernommen, welche sich im Jahr 1899 in Crefelder Straßenbahn AG umbenannte. Die Pferde- und Dampfstraßenbahn wurde nur Jahre später durch eine elektrische Straßenbahn ersetzt. Die erste elektrische Straßenbahn jedoch war die aus Düsseldorf verkehrende Linie A, die am 15. Dezember 1898 ihren betrieb aufnahm. Gegen 1902 wurden auch die Krefelder Linien elektrifiziert. Die elektrische Ausrüstung dazu wurde von der Berliner Firma Union-Elektricitäts-Gesellschaft geliefert. Bis 1902 fuhren parallel zu dem elektrischen Straßenbahnen noch Dampfstraßenbahnen nach Uerdingen. Im Laufe der 1900er Jahre kam es zu mehreren Streckeneröffnungen und -verlängerungen. Bis 1904 wurden mehrere Strecken elektrifiziert. Zur besseren Unterscheidung der zunehmenden Anzahl von Linien wurde 1904 eine Kennzeichnung mit farbigen Zielschildern eingeführt und es gab neun farbige Linien. Ab 1. Mai 1910 erhielten die Straßenbahnen feste Liniennummern. Zwischen 1911 und 1914 wurden die meisten innerstädtischen Abschnitte zweigleisig ausgebaut. Am 23. Februar 1914 wurde das letzte Teilstück eröffnet, bevor der Erste Weltkrieg ausbrach. Aufgrund des Krieges wurde eine Großzahl der männlichen Bediensteten einberufen und der Personalmangel wurde durch weibliches Personal ausgeglichen.

Zwischen den WeltkriegenBearbeiten

Während dem Ersten Weltkrieg wurden acht zweiachsige Sommerwagen zu Lazarettwagen umgebaut und ab 1917 die Straßenbahn auch zum Gütertransport benutzt. Im Februar 1918 wurde erstmals eine Strecke eröffnet, die in den ersten zwei jahren nur zum Gütertransport benutzt wurde. Diese Strecke führte von Traar über Kapellen und Hülsdonk nach Moers. Nach Elektrifizierung der Strecke konnte ab 15. November 1920 elektrische Straßenbahnen der Linie 12 (?) diese Strecke bedienen. 1920 und 1921 konnten weitere Strecken eröffnet werden. Ab 1924 beförderte die Krefelder Straßenbahn AG auch Briefe und Pakete. 1925 wurde ein Gemeinschaftsverkehr mit der Straßenbahn München-Gladbach über Willich eingerichtet. Jene Linie 14 verband lange Zeit beide Städte, bis sie nach dem zweiten Weltkrieg unterbrochen wurde und später in Linie 8 umbeziffert wurde. Auch mit der Stadt Moers (Straßenbahn Moers-Homberg) gab es noch im gleichen Jahr einen 13 Jahre andauernden Gemeinschaftsverkehr. Die Linie 12 wurde von Moers nach Duisburg-Ruhrort verlängert. Am 30. Mai 1930 beschloss man, das gesamte Vermögen der Krefelder Straßenbahn AG mit Wirkung vom 1. April 1931 an die Bahn- und Gelände AG zu verkaufen, die zu 100 Prozent der Stadt Krefeld gehörte. Ab 1. August 1931 hieß sie dann Krefelder Verkehrs-AG (KREVAG). Im Jahr 1930 hatte das Straßenbahnnetz mit 68 km seine größte Ausdehnung. In den Dreißigern gab es erste Linieneinstellungen sowie Umstellungen auf Omnibus. Ab Oktober 1933 wurde die Linie 5 als erste Linie auf Omnibus umgestellt. Bis zum Zweiten Weltkrieg gab es keine Streckeneröfffnungen mehr.

Nach dem Zweiten WeltkriegBearbeiten

Ab 1941 wurde mit der Straßenbahn wieder Güter befördert. Der Zweite Weltkrieg hinterließ auch in Krefeld deutliche Spuren. Zahlreiche Fahrzeuge sowie deren Depots wurden zerstört, ab 2. März 1945 wurde der Verkehr deshalb vollständig eingestellt. Erst ab 4. Juni 1945 konnten wieder kleinere Strecken nach Wiederaufbau in Betrieb genommen werden. Erst gegen Jahresende 1946 konnte wieder der komplette Straßenbahnbetrieb gewährleistet werden, allerdings mit großen Taktfolgen und einem kleinen Wagenpark. Dies führte dazu, dass man über eine komplette Umstellung auf Omnibus bzw. Oberleitungsbus nachdachte. Am 5. Dezember 1949 wurde die erste Obuslinie zwischen Hauptbahnhof und Forstwaldstraße eröffnet. Der Obus hatte keine lange Lebensdauer. Bereits 1964 wurde der Obusbetrieb zugunsten des Omnibusverkehrs eingestellt. Auch die Straßenbahn wurde nach und nach modifiziert. In den 1950er gab es mehrere Streckeneinstellung. Gegen 1961 und 1962 wurden auch die Überlandlinien 8 und 12 gekürzt bzw. eingestellt. Nach Einholung von Gutachten wurde das Straßenbahnnetz auf nur noch vier Linien reduziert während man die restlichen Strecken auf Omnibus umstellt. Somit blieben nur noch die Linien 1 bis 4 als Straßenbhan erhalten. In den 1970er gab es erstmals wieder eine Streckenverlängerung, die zuerst zur Verberger Straße, später zur Gartenstadt führte.

Von der Einführung des VRR bis heute Bearbeiten

Zum 1. Januar 1980 trat der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr in Kraft und hatte somit auch Änderungen im Liniennummernkonzept zur Folge. Aus den Linien 1 bis 4 wurden die Linien 041 bis 044, aus der Linie K die Linie 76. Am 2. April 1982 wurde die Straßenbahn bis Elfrath verlängert. Im September 1989 gab es eine weitere Streckenverlängerung: die Linie 042 wurde von von der Gladbacher Straße zur neuen Endstelle TEW Tor 3 verlängert. Jenes Teilstück war die damalige Überlandstrecke nach Willich (ehemals Linie 8). Im Jahr 1988 wurde aus der Linie 76 die Stadtbahnlinien U70 und U76. Seit 2008 sind Niederflurwagen im Einsatz, die seit 2010 die DÜWAG GT8 ersetzt haben. Die Anschaffung weiterer Niederflurwagen sollen dann auch die noch im Einsatz befindlichen M8C ablösen.

ehemalige Strecken heuteBearbeiten

  • die Linie 052 bedient größenteils die ehemalige Strecke der Linie 12
  • die Linien SB80 und 831 bedienen die Strecke der ehemaligen Linie M
  • die Linien 055 und 056 bedienen abschnittsweise die ehemalige Straßenbahnstrecke nach Schiefbahn. Bis in den 1970er gab es die Linie 74, die die ehemalige Gemeinschaftslinie 14 nach Mönchengladbach ersetzte.
  • eine in den 1920er geplante Normalspurstrecke nach Rheinhausen, die allerdings als Meterspurstrecke zumindest in Hohenbudberg endete, wird heute in Form der Linie 927 bedient.

LinienBearbeiten

aktuelle LinienBearbeiten

Aktuell verkehren noch vier Straßenbahnlinien.

Linie Strecke
041 Fischeln – Krefeld Hbf – Tönisvorst-St. Tönis
042 Stahldorf – Krefeld Hbf – Bockum – Gartenstadt – Elfrath
043 Krefeld Hbf – Bockum – KR-Uerdingen Bf
044 Rheinhafen – Linn – Krefeld Hbf – Hüls

ehemalige LinienBearbeiten

<---folgt noch--->


Planungen und RealisationBearbeiten

  • eine normalspurige Strecke von Krefeld nach Rheinhausen wurde 1929 gebaut, jedoch 1930 durch die Weltwirtschaftskrise unterbrochen und nicht mehr weiter gebaut. Dennoch führte eine meterspurige Strecke nach Hohenbudberg welche heute in Form der Linie 043 in Uerdingen endet.
  • In den 1970er begann man mit dem Bau eines innerstädtischen Tunnels, in denen die Straßenbahnlinien verkehren sollte. Jedoch blieb es bei einem 20 Meter langem Teilstück, dass letztendlich nie in Betrieb genommen wurde. Dieses Teilstück wurde im ??? 200? wieder erwähnt, nachdem es in Köln zu einem Einsturz eines Tunnels kam, welcher von Bilfinger & Berger gebaut wurde.

EinzelnachweiseBearbeiten

  • Straßenbahn-Magazin, Ausgabe 6/08 (2008 GeraNova Bruckmann Verlagshaus)
  • Straßen- und Stadtbahnen in Deutschland, Band 9: Niederrhein, Dieter Höltge, M. Kochems (2004 EK-Verlang)

Vorlage:Straßenbahnnetze Deutschland